Hintergrundwissen: Natursektspiele

Natursektspiele das ist wenn Pisse geil macht,
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Natursektspiele, so werden Sexuelle Praktiken mit Urin bezeichnet
Der Wikipedia Eintrag über Natursektspiele

quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Urophilie

Urophilie ist die sexuelle Orientierung auf Urin. Urophile empfinden Urin oder das Urinieren als erotisch und luststeigernd. Auch Urophagie, also Lustgewinn durch orale Aufnahme, kann damit verbunden sein.

In der Urophilen-Szene sind die Bezeichnungen „Natursekt“, „Watersports“, „Pissing“, „Golden Shower“, „Golden-Waterfalls“ und „Wet-Games“ verbreitet.

Inhaltsverzeichnis

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Allgemeines

Vor dem Ausleben dieses Fetischs wird oft durch die Aufnahme von viel Flüssigkeit (Wasser, Ananassaft, Früchte- oder Kräutertee usw.) und dem Essen von Früchten wie Wassermelone der Urin so weit verdünnt, dass kaum mehr Geruch wahrnehmbar ist.

Andere Urophile wiederum lieben gerade diesen Geruch und mögen vor allem den Morgenurin, da er starken Geruch und Geschmack hat. Nahezu jeder Urophile hat seine eigenen Präferenzen hinsichtlich der Beschaffenheit des Urins.

Urophile versuchen oft durch den Genuss bestimmter Getränke oder Speisen die Farbe, den Geruch und vor allem den Geschmack des Urins zu beeinflussen. Alkohol wird vor allem wegen seiner enthemmenden Wirkung verwendet und weil der Urin von vielen Urophilen nach dem Genuss von Bier als geschmacklich angenehm empfunden wird.

Allgemein wird aber vom Genuss zu vieler alkoholischer Getränke zur Vorbereitung von Natursektspielen abgeraten.

Da Süßstoffe nicht verdaut werden, sind entsprechend gesüßte Getränke in der Urophagie beliebt, um den Geschmack des Urins zu versüßen. Nikotin oder Kaffee sowie einige andere Nahrungs- und Genußmittel wirken sich dagegen negativ auf den Geschmack des Urines aus.

Ursprung

Einige Psychologen, vor allem Vertreter der Tiefenpsychologie sind der Auffassung, Urophilie sei aus einem Besudelungsdrang der Kleinkindphase entstanden und der Urophile somit in seiner sexuellen Entwicklung teilweise in diesem Alter stehengeblieben. Der Grund für dieses Verhalten liegt nach neueren Forschungsergebnissen in einem Instinkt zur Stärkung des Immunsystems begründet. So ist von vielen Tieren bekannt, dass sie aus Gründen der Gesunderhaltung ihren Urin und den von Artgenossen konsumieren oder sich mit diesem benetzen. Urin wurde früher auch für die Behandlung von Wunden verwendet (z. B. für solche des Zahnfleisches, wenn etwa auf Segelschiffen Skorbut ausgebrochen war) und wird heute für derartige Anwendungen wiederentdeckt. Der Urophile könnte nach dieser Forschermeinung schlicht einen Instinkt weiter ausleben, der von erwachsenen Menschen normalerweise nicht mehr wahrgenommen oder vielleicht sogar unterdrückt wird.

Ausprägungen

Es gibt mehrere Ausprägungen dieses Fetisches, die unterschieden werden können

  • der Anblick des (nackt, bekleidet, ins Bett) urinierenden Partners/der urinierenden Partnerin (siehe auch Voyeurismus)
  • auf den Partner/die Partnerin zu urinieren (aktiv)
  • anuriniert werden (passiv)
  • beim Geschlechtsverkehr uriniert der Mann in die Vagina der Frau
  • beim Analverkehr uriniert der Mann der Frau oder einem anderen Mann in den After
  • Urin (den eigenen und den des Partners/der Partnerin) trinken (Urophagie)
  • selten auch das Urinieren einer Frau in bzw. auf den Anus oder in die Vagina einer anderen Frau
  • Urinieren in die Kleidung oder in das Bett und das Tragen von Kleidung welche der Partner/die Partnerin mit Urin getränkt hat (siehe auch Besudelungsdrang)
  • Urinieren in der Öffentlichkeit (siehe Exhibitionismus)
  • Urinieren auf Dinge oder an ungewöhnlichen Orten bzw. der/dem Partner/in dabei zuschauen
  • Urinieren in der Öffentlichkeit, wo der Partner gleichzeitig einen Handstand macht und somit den Urinstrahl in Richtung Patnerin lenkt
  • autoerotisch: sich selber anurinieren oder den eigenen Urin zu sich nehmen
  • extrem langes Zurückhalten des Urins bis zum Kontrollverlust oder das Beobachten des extrem langen Zurückhaltens des Urins bis zum Kontrollverlust bei dem Partner/der Partnerin
  • dem Partner/der Partnerin in den Mund urinieren, um
    • dessen/deren urophagisches Verlangen zu befriedigen (Belohnung) oder
    • ihn/sie (z. B. im Rahmen von BDSM-Praktiken) zu demütigen (Bestrafung)

Bezeichnungen und Abgrenzung von BDSM

Wie praktisch alle Fetische kann auch Urophilie im Rahmen von BDSM ausgeübt werden, dies muss aber keineswegs zwangsläufig der Fall sein. Für Urophile ist es im allgemeinen viel angenehmer, wenn der Partner/die Partnerin auch Freude an dieser Spielart der Sexualität hat und aktiv teilnimmt. In der BDSM wird Urin hingegen häufig eingesetzt, um den devoten Partner zu erniedrigen, in vielen Fällen bezieht der BDSMler die Befriedigung dabei allein aus der Demütigung. Eine rein „technische“ Abgrenzung zwischen „Belohnung“ im Sinn von Urophilie und „Demütigung“ im Sinn von BDSM fällt aber schwer, da sich beide Praktiken in vielen Fällen überschneiden. Eine weitere Variante im Bereich der BDSM ist die beim passiv-devoten Partner herbeigeführte Harnverhaltung bzw. die Kontrolle der entsprechenden Exkretion.

Verbreitung

Urophilie wird im allgemeinen als „eklig“ und „abartig“ bezeichnet. Entsprechend hoch ist die Hemmschwelle für Urophile, zu ihrem Fetisch zu stehen. Im Internet kann man aber Plattformen finden, wo sich unter dem Deckmantel der Anonymität Urophile treffen und unterhalten. Dabei geht es meist weniger um Erotik-Treffen, sondern um den Kontakt zu anderen Urophilen zum Austausch von Empfindungen und Ansichten gegenüber dem eigenen Fetisch. Das Vorurteil, dieser Fetisch betreffe nahezu nur Männer, ist falsch, da sich gerade zu diesem – im Vergleich zu anderen Fetischen sehr harmlosen und ungefährlichen – Fetisch viele Frauen hingezogen fühlen.

Gesellschaftliche Ächtung

Gesellschaftlich ist dieser Fetisch doch eher geächtet und findet nahezu ausschließlich im Verborgenen statt. Viele Urophile leben ihre Neigung ohne Wissen des Partners durch das voyeuristische Ausnutzen von Alltagssituationen, autoerotische Praktiken oder unter Benutzung pornographischer Medien aus, da sie Ablehnung der Partners oder gar die Trennung vom Partner fürchten. Das Coming Out ist eine psychisch stark belastende Stresssituation und erfordert vom Urophilen in der Regel sehr viel Mut.

Gesundheit

Aus medizinischer Sicht ist der Umgang mit frischem menschlichem Urin von gesunden Menschen gänzlich harmlos. Die geringe Bakterienkonzentration im Urin rührt von Bakterien her, die in der Harnröhre leben – deshalb wird in der Alternativmedizin auch nur der Urin des sog. Mittelstrahls zur Behandlung oder Einnahme verwendet. Diese sind für gesunde Menschen harmlos und nicht pathogen; auch werden sie beim Oralverkehr in nahezu gleicher Menge aufgenommen (so kein Kondom bzw. Latextuch verwendet wird). Urin schadet der Gesundheit nicht, und eine eventuelle erhöhte Kochsalzaufnahme oder der Harnsäuregehalt stellen für einen gesunden Körper keinerlei Problem dar. Es gibt sogar Anwendungen der Alternativmedizin, so etwa die Eigenurintherapie (siehe hier auch Indikationen, welche den Genuss von Urin ausschließen). Von Kontakt zu gelagertem Urin sollte aber wegen der rasch einsetzenden Verkeimung der Flüssigkeit dringend abgesehen werden.

Krankheiten

Es ist natürlich auch möglich, sich durch die Aufnahme von fremdem Urin eines kranken Menschen mit Krankheiten anzustecken. Diese Krankheiten werden allerdings auch durch andere Körperflüssigkeiten übertragen, somit geht vom Urin – gerade beim Geschlechtsverkehr – keine besondere Gefahr aus, da die Viruskonzentrationen in Speichel, Ejakulat oder Scheidensekret in der Regel viel höher sind. Eine Ausnahme bildet Hepatitis A; dieses Virus wird bei der Aufnahme fremden Urins in höherer Konzentration übertragen. Das AIDS-auslösende HI-Virus kann durch Urin nicht übertragen werden. Bei einer Blasenentzündung (Zystitis) verbietet sich diese sexuelle Praktik schon durch die Symptome der Erkrankung. Das Urinieren ist extrem unangenehm und wird so wahrscheinlich niemandem Freude bereiten. Urin von kranken Menschen und solchen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollte generell nicht konsumiert werden; in Einzelfällen, z.B. im Rahmen fester Partnerschaften, sollte durch ein Gespräch mit einem Allgemeinarzt oder auch einem spezialisierten Urologen geklärt werden, ob der Konsum des Urins eines Menschen, der bestimmte Krankheiten hat oder Medikamente nimmt, unbedenklich ist.

Psychische Erkrankung

In einigen medizinischen Publikationen wird darauf hingewiesen, dass Urophilie eine Vorstufe zur Sexsucht darstellt. Dies ist aber umstritten und wird von den Urophilen selbst meist nicht so empfunden. Es wird auch die Theorie vertreten, dass Urophile, die über ihre Leidenschaft sprechen, Menschen sind, die mit dem Thema Sexualität viel offener und prominenter umgehen als der Durchschnittsbürger und so eher den Eindruck erwecken, in sexueller Hinsicht übertrieben aktiv zu sein.

Koprophilie

Urophilie kann mit Koprophilie (Kot-Fetisch) zusammenfallen, dies ist aber bei den meisten Urophilen nicht der Fall, wohingegen Koprophile den Urin meist nur als Beigabe betrachten. Bei Koprophilen ist der Fetisch primär auf Kot fixiert.

Erkennungszeichen

Unter Homosexuellen steht im „Hanky code“ ein gelbes Taschentuch für Urophilie. Die Hosentasche, in der es getragen wird, gibt Aufschluss über die näheren Vorlieben hinsichtlich dieser Praktik.

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